Кировъ, К. Т. Приносъ къмъ изучаване планинския климатъ на България
Kiroff, K. T. Ein Beitrag zur Kenntnis des Bergklimas Bulgariens
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Ein Beitrag zur Kenntnis des Bergklimas Bulgariens
Die vorliegende Mitteilung basiert auf dem Ergebnis der Beobachtungen auf 14 meteorologischen und 4 regenmessenden Stationen mit einer Höhe von über 1000 m. Die niedrigste dieser Stationen ist die regenmessende Station Paschmakli im Rhodopen-Gebirge, 1010 m, die höchste ist das meteorologische Observatorium auf dem Gipfel Mussala im Rila-Gebirge, 2925 m hoch. Das ist das höchste Observatorium auf dem Balkan-Halbinsel. Die in dieser Mitteilung benutzte Beobachtungsperiode ist für die verschiedenen meteorologischen Elemente verschieden: für den atmosphärischen Druck ist der Zeitraum vo 1900 – 1915 (4 Stationen) und die einjähringen Beobachtungen auf der Hütte Mussala sowie auf dem gleichnamigen Observatorium auf dem Gipfel Mussala benutzt worden. Als Grundlage der Temperaturbeobachtungen ist der Zeitraum 1896 – 1910 (7 Stationen) der Dissertation Dr. Staïkoff’s entnommen worden. Beim Errechnen des Temperaturgradienten und der Temperaturinversionen sind die Beobachtungen der Hütte „Mussala” und des Gipfel Mussala genommen worden.
Was die Niederschläge anbelangt, so sind die Beobachtungen von 10 Stationen für den Zeitraum 1924 – 1931 genommen worden. Die Bewölkung is mit Hilfe der Angaben von 4 Bergstationen und der mittleren Werte von ca. 10 Berg- und Talstationen berechnet.
Es wurde festgestellt, das der mittlere atmosphärische Druck in Bulgarien zwischen 762 mm für den Meeresspiegel und 530 mm für den Gipfel Mussala (auf 0º C reduziert) schwankt. Während in der Ebene der maximale atmosphärische Druck (in Monatsdurchschnittswerten) in den Winter- oder Herbsmonaten, der minimale in den Sommer- oder Frühjahrsmonaten fällt, beobachtet man in den Bergstationen das Maximum in den Monaten August oder September, das Minimum im Februar, März oder April. Wie bekannt, ist diese Verschiebung des Maximums nach den Frühlings- und Sommermonaten die Folge thermischer Einflüsse.
Die minimale Monatsdurchschnittstemperatur in den Bergen wird im Januar, die maximale an den meisten Orten im August, hie und da im Juli beobachtet. Die jährliche Amplitude der Temperatur ist verhältnismässig gering, zwischen 16 und 19 Grad. Die höchste Temperatur von 35.5º C ist am 27. VII. 1909 im Rila-Kloster (1175 m) gemessen worden; die niedrigste am 23. I. 1907 in Tschepelare (1105 m) betrung – 28.4ºC.
Der mittlere jährliche Temperaturgradient ist 0.5 – 0.6º C. Die Temperaturinversionen sind am häufigsten im Januar, dann im Dezember und Februar. Im Winter 1931/32 sind die Inversionen auf dem Massiv des Mussala eine alltägliche Erscheinung gewesen. So ist im Februar 1932 die mittlere Tagestemperature auf Hütte Mussala (2400 m) 12 Tage lang höher als die in Samokov (950 m.) gewesen.
Die mittlere Jahressumme der Niiederschläge in den Orten mit über 100 m Höhe ist über 900 mm; die höchste mittlere Summe von 1165 mm haben wir in Petrochan (1400 m). Das Maximum der Nieder: chläge beobachtet man gewöhnlich im Juni in oder Mai, das Minimum im Januar oder Februar. Ein sekndäres Maximum ist im Oktober oder November zu verzeitche. Man hat Grund zu erwarte, dass, wie in der Ebene, der jährliche Gang der Niederschläge in den Bergen der südlichsten Gegenden Bulgariens den Mittelmeercharakter aufweisen wird, mit dem Maximum im Winter und mit dem Minimum in August ider September.
Die mittlere Jahresbewölkung in den Bergen ist etwas grösser als die in der Ebene (5.6 gegen 5.4). Die minimale Bewölkung in den Bergen wird im August, die maximale im Dezember, in einigen Orten auch in dem Zeitraum Februar – Mai beobachtet. Das charakteristischste Merkmal der Bewölkung der Berge ist, dass dort die mittlere Bewölkung im Winter geringer und im Sommer grösser ist als in der Ebene. Dieses Verhaltung der Bewölkung wirkt sich vor allem auf die Sonnenscheindauer aus, die in den Bergen im Winter grösser, im Sommer geringer ist als in der Ebene. So hat z. B. die Sonnenscheindauer in dem Zeitraum von Novevember 1932 bis einschl. März 1933 in Sofia 344, auf dem Gipfel Mussala 823 Stunden betragen. Das Umgekehrte hat man in den Monaten April, Mai, Juni und Juli 1933 beobachtet.
K. T. Кiroff
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