Мáдара – Мáтора

Дечев, Д. Мáдара – Мáтора

Detschew, Prof. Dr. D. Madara – Matora

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Der Name Madara, womit ein Dorf bei Šumen (Nordbulgarien) bezeichnet wird, in dessen unmittelbarer Nähe sich das berühmte Felsenrelief aus der Zeit des ersten bulgarischen Reiches befindet (vgl. Géza Féher, Die Inschrift des Reiterreliefs von Madara, Sofia 1928), erinnert uns an die griechische Gebirgsbezeichnung Μαδάρα, bzw. Μαδάρες. Die letzte verbindet Haizidakis, Einleitung in die neugriech. Grammatik, S. 96, mit dem Adjektiv μαδαρός „kahl”, da die so benannten Gebirge kahl sind. Diese Deutung des griechischen Μαδάρα, resp. Μαδάρες past auch zu dem bulgarischen Madara. Die sich östlich von dem Dorfe hinkahlen Charakter. Davon hat sicher das Dorf seinen Namen bekommen.

Zur Bezeichnung desselben Dories verwendet man auch den Namen Matora, worin augenscheinlich sich die volksetymologische Annäherung des ursprünglich griechischen Madara an das slav. materъ, bzw. matorъ „alt“ widerspiegelt.

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